Warum?

Ich frage mich häufig warum? Warum ich? Warum machst du so etwas? Warum sagst du so etwas?

Wir waren noch nie eine Einheit. Familie. Wir haben es versucht. Es gab schöne Tage. Leider viel mehr schlechte Tage. Unsere Beziehung bestand selten aus Liebe. Hauptsächlich Kontrolle und Macht. Hatte ich etwas, fragtest du dich warum du es nicht auch hast. Hatte ich nichts, hast du mir gezeigt was du alles hast. Dann warst du zufrieden. Leere Hände bescherten dir Glück.

Ich frage mich häufig warum? Warum ich? Warum machst du so etwas? Warum sagst du so etwas? 

An sehr schlechten Tagen gabst du mir die Schuld. Schuld an allem auch wenn ich nichts dafür konnte. Schuld der Beziehung. Schuld der Geburt. Schuld des schlechten Leben. Warum siehst du nicht das unser Leben nicht schlecht ist? Du warst alles für mich. Ich wollte nur Kind sein. Dein Kind, was du liebst. Doch du wolltest Macht und dich mit mir messen.

Ich frage mich häufig warum? Warum ich? Warum machst du so etwas? Warum sagst du so etwas? 

Irgendwann war ich nicht mehr dein Gegenspieler. Ich verließ das Schachbrett emotional. Körperlich war ich leer. Emotional versuchte ich mich abzukoppeln. In Sicherheit zu bringen. Ich wollte mich nie mit dir messen. Ich wollte nur deine Liebe. In den Arm genommen werden. So wie ich andere Familien sehe. Ich wollte mich beschützt fühlen.

Ich frage mich häufig warum? Warum ich? Warum machst du so etwas? Warum sagst du so etwas?

All das was ein Kind nicht hören will, hast du mir an den Kopf geschmissen. Mich innerlich zerstört. Das schaffst du selbst heute noch. Du umschmeichelst mich bis ich mich wieder auf dich einlasse und keine Sekunde später schlägst du mit Worten um dich. Du sagst sie zu anderen, heimlich. Leider höre ich sehr gut.

Ich frage mich häufig warum? Warum ich? Warum machst du so etwas? Warum sagst du so etwas?

Jemand sehr wichtiges erklärte mir du hast auch gute Seiten. Leider treibst du nur Spielchen mit mir. Zum Glück tust du nur mir das an und nicht dieser Wichtigen Person. Das hat keiner verdient.

Mein Anker versucht mich zu beschützen. Er ist immer da. Baut mich auf wenn du mich zerstört hast. Warum lass ich es jedes Mal wieder soweit kommen?

Alles zieht rechts vorbei, sagt mein Anker. Wo ist rechts?

-Jo

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Das Geschenk

Etwas Schönes, etwas Kleines, etwas Nettes. 

Ein Geschenk soll gefallen. Ein Geschenk soll Freude bereiten. Ein Geschenk soll dem Empfänger etwas bedeuten. 

Etwas Schönes, etwas Kleines, etwas Nettes.

Ein Geschenk muss nicht viel kosten. Ein Geschenk muss nicht groß sein. Ein Geschenk muss nicht eingepackt werden.

Etwas Schönes, etwas Kleines, etwas Nettes.

Geschenke gibt es nicht nur zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Geschenke können ein Strahlen erzeugen. Geschenke können auch kleine Gesten sein.

Etwas Schönes, etwas Kleines, etwas Nettes.

Ein Geschenk? Du hast mir kein Geschenk gemacht. Du hast mit einen Berg Probleme hinterlassen. Ein Geschenk? Du erwartest Dankbarkeit, hast aber nicht einmal gefragt ob ich mir das Geschenk wünsche, ob es mit meinen Plänen für MEIN Leben überein kommt. Kam es nicht!

Etwas Großes, etwas Teures, etwas Aufwendiges.

Ein Geschenk, eine Bürde auf Jahre! Ein Geschenk kann eine Bürde sein.

Manchmal frage ich mich, ob du mich kennst und jemals kanntest… dann wüsstest du: KEIN Geschenk, sondern eine Bürde.

Alles zeigt rechts vorbei… die größten Steine bleiben stehen. Leider

– Jo

Ein riesen Herz

Begleiter. Beschützer. Seelentröster. Motivierer. Zuhörer. Du bist einfach immer da.

Wir teilen unsere Herzen nun schon seit mehr als 14 Jahren. Bedingungslos

Wir sind für einander da. In guten und in sehr schlechten Zeiten. Immerzu

Ein Blick in deine tief schwarzen Augen. Liebe

Du wartest jeden Tag auf meine Ankunft. Freude

Wir verbringen unendlich viel Zeit zusammen. Verbunden

Unsere Kuschelmomente stoppen die Zeit. Trost

Wir spielen so lange, bis wir umkippen. Glück

Momente der Trauer erfüllst du mit Licht. Beschützer

Tränen lässt du verschwinden. Aufschlecker

Millionen Moment, Millionen Erinnerungen in unsrem riesen Herz.

Verbundene Herzen fühlen gemeinsam.

Ein Riesen Herz auf vier Beinen.

Es heißt alles zieht rechts vorbei, doch einmal verbunden bleibt für immer gebunden mein Herz.

– Jo

 

Atmen

Aus Einsamkeit kurz vor dem Ertrinken. Nachts erwachend, ohne Luft zum Atmen. Die Seile ziehen sich zu. Kein Platz. Keine Luft. Unfähig sich zu bewegen. Meine innere Stimme schreiend, suchend nach einem Anker. Angst. Ohnmacht. Festgehalten von Einsamkeit. Absolute Stille. Niemand sieht mich. Niemand hört mich. Ich bin wie abgeschnitten. Alleine.

Atmen… einfach Atmen.

Ich versuche die Fesseln zu sprengen. Unsichtbare Fesseln. Nichts geschieht. Unfähig die Augen zu öffnen. Fehlende Kraft. Angst. Im Traum laufe ich zwischen euch. Schreiend nach jemandem der mich hört oder sieht. Nichts. Nur Stille. Alleine ertrinkend in Einsamkeit. Ich kann mich nicht bewegen. Mein Fuß, meine Arme. Sie setzen sich zur Wehr. Austreten, alles heraus schreien. Fesseln sprengend. Ich kann die Tür nicht passieren. Machtlosigkeit. Alleine. Keine Kraft. Keine Seele.

Atmen… einfach Atmen.

Deine Fesseln halten mein Herz. Reißen es jedesmal tiefer ein. Kontrolle. Macht. Unverdient? Mit welchem Ziel? Warum? Wie kannst du so sein? Angst und Stille. Familie und Hass. Kontrolle und Macht. Verzweiflung. Ich kenn dich gar nicht.

Atmen… einfach Atmen.

Ich wachse. Stärke macht sich in einem Teil meines Herzens breit. In dem Teil, den ich vor dir schützen konnte. Alle Mauern hast du gewaltsam eingerissen, ohne Gewalt anzuwenden. Doch du hast nie unter dem Teppisch nachgesehen. Geheimnisse. Hoffnung. Hoffnung auf Freiheit. Vergebens. Du hast die Macht. Fesseln, die mich halten. Angst. Doch warum? Warum hast du Macht über mich?

Atmen… einfach Atmen.

2 Uhr nachts. Schreie wieder zerstörst du eine Person. Nicht ich aber mein zweites Ich. Unfähig zu schlafen. Unfähig sich zu bewegen. Ablenkung sorgt dafür, das sich meine Fesseln lockern. Mit aller Kraft zerreiße ich alles. Blut. Sie schneiden in mein Fleisch. Hoffnung. Ich muss hier raus. Ein kleines Loch in der Wand. So klein, dass ich einen Teil zurücklassen muss. Ich renne.

Atmen… einfach Atmen.

Mein zweites Ich. Wo bist du? Ohne meinen Anker kann ich nicht gehen. Konfrontation. Macht und Hass. Nein ich will nicht so werden wie du. Ich sammle die Stücke meines zweiten ich’s auf und renne. Schmerz. Bewegung. Verzweiflung. Einsamkeit. Was hast du uns angetan? Du lässt mich gehen. Warum? Ich spüre kleine Fesseln um mein Herz. Ich renne. Ich ignoriere all das.

Atmen… einfach Atmen.

Neues Leben. Ohne dich. Ohne Macht. Besserung. Narben sind entstanden. Verheilen werden sie nie. Ich beginne zu vergessen, verdrängen. Will nicht mehr daran denken. Will dich nicht in meinem Leben. Besserung. Erleichterung. Luft. Genug Luft zum Atmen. Mein zweites Ich wächst wieder zusammen. Man sieht die Zerstörung an seiner Hülle. Mein Anker. Du flickst dich wieder zusammen. Nur ich sehe unsere Narben.

Atmen… einfach Atmen.

Lange Zeit. Ruhe. Zufriedenheit. Hoffnung und Liebe. Eine Leben. Ein Traum? Denn es brauch nur ein oder zwei Worte von dir und ich spüre wieder die Fesseln. Durch die Zeit vergisst man den Hass. Gefühle werden beruhigt. Hoffnung entsteht auf Besserung. Hoffnung darauf, dass du dich ändern könntest und doch Liebe zeigen kannst. So lasse ich dich wieder einen Teil von mir sehen. Doch du brauchst nur ein oder zwei Worte und ich reiße die Augen auf. Wieder in diesem Zimmer. Wieder gefesselt. Es ist das Teil, dass ich zurücklassen musste. Macht. Kontrolle. Eine Marionette.

Atmen… einfach Atmen.

Hass macht sich breit. Du hast immer noch eine Fessel um mein Herz geschlungen. Obwohl ich entkommen bin. Einen Teil folterst du weiterhin. Schmerz. Werde ich jemals ganz von dir los kommen? Womit hab ich das verdient? Mein armer kleiner Teil. Halte durch, sagt mein Anker. Ich kralle mich fest an ihn. Lasse nicht los. Spüre den Schmerz meines Teiles. Hass. Angst. Wut. Verzweiflung. Ohne meinen Anker drohe ich zu Ertrinken. Also halte ich mich fest und lebe. Halb.

Atmen… einfach Atmen.

Manche Menschen in deinem Umfeld liebst du. Du kümmerst dich um sie. Warum war das bei mir anders? Bin ich für dich nicht liebenswert? Möchte ich überhaupt noch Liebe von dir?

Alle sagen man soll sich lieben. Weil man das gleiche Blut hat. Ich kann das nicht.

Du sagst alles zieht rechts vorbei, mein Anker. Ohne dich wäre ich längst ertrunken.

– Jo

Ich

Ich, nur ich, wo ist mein du? Ich, nur ich, alleine ohne du. Ich, nur ich immerzu.

Ich kann mal wieder nicht schlafen. In meinem Kopf tanzt zu viel Musik herum. Alles um mich herum schläft. Ich bin wach und drehe mich von rechts nach links. Ich finde keine bequeme Stelle zum einschlafen. Ich schließe immer wieder die Augen und sehe dich, spüre dich. Als ich die Augen öffne bist du über mir, so nah, dass ich deinen Atem spüre. Mein Herz dreht Purzelbäume. Du ganz nah und doch verboten. Ich will dich aufhalten, dir erklären, dass uns niemand sehen darf. Alles schläft um mich herum und ich kann kaum sprechen. So nah. Wie konnte es soweit kommen? Kurz vor meinen Lippen hälst du an. Zögerst es hinaus, fragst um Erlaubnis, die ich dir nicht geben kann. Wegstoßen kann ich dich auch nicht. Mein Innerstes sehnt sich nach diesem Gefühl. Ganz nah, dein Gewicht auf mir. Dann vergesse ich alles um mich herum. Dein Atem auf meiner Haut, dein Geruch überall um mich. In meinem Kopf herrscht leere. Deine Lippen auf meinen, als hätten sie dort immer hingehört. Als hätte es nie anders sein sollen. Diese Momente atme ich ein. Deine Hand in meinem Haar und an meinem Rücken. Meine Hände auf deinem Rücken. Nähe suchend, obwohl es näher kaum sein kann. Deine Lippen schmecken nach Wald, frisch und wild zugleich. Meine Hände in deinen Haaren. Dann öffne ich die Augen und liege alleine in der Luft. Nur dein Geruch ist geblieben.

Ich, Du, Er, Sie, Es, ganz alleine und wünscht sich ein Wir, Ihr, Sie.

Alles zieht rechts vorbei, heißt es. Ich hoffe ich finde dich

-Jo

Ein Baum, eine Blume, eine Bank

Ein Baum, eine Blume, eine Bank

So war es als ich dich zum ersten Mal sah. Ich konnte meine Gefühle nicht einordnen. Deine Blicke. Unser erster Kuss. Warum fühlte sich dieser so komisch an? Das darf nie jemand erfahren. Deine Gefühle waren klar… meine nicht. In meinem inneren schrie ich: Renn weg. Lauf. Doch ich machte weiter. Ließ dich näher an mich heran. Aus Dir und Mir wurden Wir.

Ein Baum, eine Blume, eine Bank

Ich kann nicht schlafen. Mein Herz beruhigt sich nicht. Du schläfst direkt neben mir. Als wäre es nichts, alltäglich. Ich verstehe das nicht. Warum kann ich uns nicht genießen? Stimmt etwas mit mir nicht? Ich schließe die Augen. Atme… einfach atmen. Alles was ich sehe ist:

Ein Baum, eine Blume, eine Bank

Ich kann kaum glauben, dass du mich liebst. Ich kann kaum glauben, dass ich dich liebe. Ich kann kaum glauben, dass wir uns lieben. Ich beginne die gemeinsame Zeit zu genießen. Mein Herz schreit:Gib nach, lass dich darauf ein. Ein immer kleiner werdender Teil schreit: Lauf. Doch ich gebe nach. Lass mich darauf ein. Genieße es und brauche dich. Unser Ort, unsere Musik, unsere Wohnung.

Ein Baum, eine Blume, eine Bank

Eins tropf, zwei tropf, drei… stechender Schmerz. Ich kann mich nicht bewegen. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Was ist passiert mit unserer kleinen heilen Welt? Was ist passiert mit dir? Wo bist du? Nicht bei mir. Bist du bei ihr? Ich sitze hier

Ein Baum, eine Blume, eine Bank

Du hast es geschafft, dass ich mich öffne. Du hast geschafft, dass ich dich bedingungslos liebe. Du hast geschafft, dass ich zerbrochen bin. Ich spüre mich nicht mehr. Zerbrochen in tausend Teile. Ich schließe die Augen und sehe nur dich, rieche dich. Doch wenn ich die Augen öffne, bist du nicht da. Aus einem wir hast du dich rausgerissen. Warum träume ich noch von dir?

Es war ein Baum, eine Blume, eine Bank, bis du es zerstört hast.

– Jo

Du und ich

Du und ich. Ich und du. Unzertrennlich immerzu. Liebe, Zärtlichkeit und viel Vertrauen. Du und ich wären zusammen abgehauen.

Erst war es nur Du. Erst war es nur ich. Dann trafst du so was wie mein ich. Es war ein ich mit vielen Mauern. Dein du brauchte keine Sekunde, um meine Mauern zu Fall zu bringen. Dein du ließ nicht los von meinem ich. Ich versuchte alles um dein du von meinem ich fern zu halten. Doch bereits beim ersten Augenkontakt war es als seist du mein ich.

Dann waren es du und ich. Mein ich versuchte sich vor deinem du zu verstecken. Doch das gelang meinem ich nicht. Jede Sekunde mit deinem du, war wie eine Heilung für mein ich. Mein ich dachte du verstehst meine Probleme nicht. Doch dein du sah nur mein ich. Mein wahres ich. Jedes Mal wenn du meinem ich in die Augen sahst… so tief, dass ich dachte ich zerbreche… die Gänsehaut über meinem ganzen ich, als gäbe es nur dein du und mein ich.

Dann war es irgendwann nur noch ich. Du warst verschwunden und kamst nicht zurück. Mein ich zerbrochen in tausend Teile. Mein ich konnte nicht ohne dein du. Mein ich wusste nicht mehr wie es war nur ein ich zu sein. Jetzt bin ich nur ich. Über dein du denke ich häufig nach. Dein du fehlt meinem ich. Wer bin ich nur mein ich?

In meinem Herzen ist es immer du und ich.

-Jo